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Chronik

Über uns

Schon früh hat der Mensch erkannt, dass er allein auf sich gestellt, im Kampfe gegen die Macht des Feuers ohnmächtig ist. Deshalb haben sich schon in alten Zeiten die Menschen zum nachbarlichen Feuerschutz zusammengeschlossen. Im Gegensatz zum wohlorganisierten Feuerschutz in den Städten, war es auf dem Lande damit schlecht bestellt. Die Dörfer, weniger wohlhabend als die Städter und weniger weitsichtig, betrachteten die Ausgabe für das Feuerlöschwesen als unrentabel. Die persönliche Beteiligung am Feuerwehrdienst als lästig und drückend. Deshalb wurde die Feuerwehr in den Dorfgemeinden oft recht stiefmütterlich behandelt, ja so nebensächlich, dass man kein besonderes Protokollbuch führte, sondern sie im Protokoll der Gemeinde nur so nebenbei erwähnte. Mit dem Namen dieser freiwilligen Vereinigung hat man es nie so genau genommen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn in den im Bayerischen Staatsarchiv vorliegenden Akten die Bezeichnung Freiwillige Feuerwehr Ahorn nicht zu finden ist. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Feuerwehr Ahorn am 10.05.1852.


Die erste fahrbare Spritze der Gemeinde aus dem Jahre 1867, welche erst 1951 außer Dienst gestellt wurde.



Das alte Spritzenhaus aus dem Jahre 1870. Außer den Löschgeräten wurden in den früheren Jahren auch die Landstreicher hier eingesperrt.

weitere Bilder vom alten Spritzenhaus
(aufgenommen vermutlich in den 1960er Jahren):
zum vergrößern anklicken


Nach vielen bewegten Jahren, ein ewiges auf und ab in Sachen Feuerschutz, wurde am 22.06.1923 unter der Leitung von Brandmeister Georg Koch der Feuerwehrverein Ahorn gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Ferdinand Schäfer gewählt. Er begleitete dieses Amt bis 1932. Ihn folgte von 1933 - 1938 Gustav Voit, 1939 - 1945 Fritz Wölfert, 1946 - 1956 Fritz Gebhardt, 1957 - 1960 Gustav Beyer, 1961 - 1971 Alfred Jung, 1972 - 2011 Richard Haug und seit 2011 Frank Haug.
Ziel aller Vereinsmitglieder war es und ist noch heute die Unterstützung der aktiven Wehr. Eine große Sorge durch alle Generationen war die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel. Damals traf die Gemeindeverwaltung eine gute Vereinbarung: alle Männer zwischen dem 16. und 60. Lebensjahr wurden Mitglied in der Feuerwehr. Sie mußten aktiven Dienst leisten oder einen Beitrag bezahlen. Diese Regelung bestand bis zur Gebietsreform. 1971 wurde die Großgemeinde Ahorn ins Leben gerufen, womit eine neue Regelung getroffen werden musste. Es kam die Brandschutzabgabe, welche in unseren Tagen von hohen Gerichten für unzulässig erklärt wurde.
Das Haushaltsgeld aus dieser Brandschutzabgabe, dass der aktiven Wehr zur Verfügung gestellt wurde, reichte nicht aus, so musste man 1971 handeln. Es wurden fördernde Mitglieder geworben, die ihre Beitragshöhe selbst bestimmen konnten. Viele von ihnen sind uns bis heute treu geblieben, ihnen gilt unserer besonderer Dank.
Wofür das Vereinsgeld ausgegeben wurde können sie in folgender Aufstellung entnehmen.


1928

Uniformen mussten beschafft werden. Man nahm ein Darlehen in Höhe von 1.200 Reichsmark auf, die Gemeinde gab einen Zuschuss von 250 Reichsmark. Die Rückzahlung des Darlehens dauerte 15 Jahre.


1950
Eine Tragkraftspritze wird angeschaft. Diese wird auf einen Löschkarren transportiert.

(Beispielfoto, vom original gibt es leider kein Bild mehr)



1951
In diesem Jahr bekam die Feuerwehr Ahorn einen Tragkraftspritzenanhänger TSA. Die alte fahrbare Handruckspritze hatte ausgedient.


1957
Die Uniformen sind veraltet und den Kameraden zu klein. Der Vorsitzende konnte gebrauchte Uniformröcke aus Gefängnisbeständen ankaufen. Sie wurden gefärbt und auf den neuesten Stand gebracht.


1967
Die erste Sirene zur Alarmierung der Feuerwehr wird auf einem Haus in der Straße Rennbahn installiert.


1969

Das erste Feuerwehrauto (TSF, Ford Transit) wurde von der Gemeinde Ahorn gekauft.









Der Verein kauft Schutzanzüge für die Mannschaft Bayern 1.











1970
Das Feuerwehrhaus wird gebaut. Die Feuerwehrleute helfen bei den Bauarbeiten, der Dachstuhl und die Fenster werden von ihnen gefertigt. Der Verein kauft Möbel für den Schulungsraum. So verbleiben der Gemeinde Kosten in Höhe von 72.000 DM für den Neubau des Feuerwehrhauses Ahorn.


1971
Das 100-jährige Bestehen der Feuerwehr wird mit einem Kreisfeuerwehrfest gefeiert. Obwohl die Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt schon 119 Jahre alt ist.


1976
Die Gemeindeverwaltung wechselt ihren Sitz vom Feuerwehrhaus in das neue Rathaus. Der Verein baut eine Küche, ein Geschäftszimmer und vergrößert den Schulungsraum.


1977

Der Verein kauft zwei Jugendzelte, die heute noch in der Jugendarbeit eingesetzt werden.


1978
Ein neues Fotokopiergerät wird benötigt und vom Verein gekauft.


1979
Von der Landespolizei in Bayreuth wird ein gebrauchter VW Bus gekauft und feuerwehrtechnisch umgebaut. Er soll für die Jugend- und Vereinsarbeit aber auch für Einsatzfahrten zur Verfügung stehen.


1983

Der Verein wird ins Vereinsregister eingetragen.


1985
Brandserie im Gemeindegebiet:
14.09. Großbrand bei der Fa. Hofmann im Ortsteil Triebsdorf. Im Einsatz waren 14 Feuerwehren. Schaden etwa 2 Mio. DM.
Bilder hier klicken
21.09. Scheunenbrand im Ortsteil Schorkendorf. 5 Feuerwehren im Einsatz. Schaden: 100.000 DM
Bilder hier klicken
23.09. Scheunenbrand im Ortsteil Schafhof. 4 Feuerwehren im Einsatz. Schaden: 20.000 DM

13.10. Scheunenbrand im Ortsteil Witzmannsberg. 5
Feuerwehren im Einsatz. Schaden: 400.000 DM Bilder hier klicken


1986
Der Verein
kauft Schutzanzüge für die Mannschaft Bayern 2.












September: Brand bei der Fa. Hofmann im Ortsteil Triebsdorf. 4 Feuerwehren im Einsatz. Schaden: 40.000 DM
Oktober: Das Löschfahrzeug LF 16 wird an die Feuerwehr übergeben.
Dezember: Scheunenbrand im Ortsteil Wohlbach. 5 Feuerwehren im Einsatz. Der erste Einsatz mit dem neuen LF 16!
Bilder vom Fuhrpark 1986 (Bilder wurden von Dia´s abgescannt)

1988
Der Verein baut an das bestehende Feuerwehrhaus einen dritten Stellplatz an, die Gemeinde gibt einen Zuschuß von 50%.
Der erste Rettungssatz wird durch eine Spende der Vereinigten Coburger Sparkassen übergeben.



1989
November: Der erste Einsaz mit dem Rettungssatz
Für die Technische Hilfeleistung wird ein Satz Hebekissen angeschafft.


1990
Überörtliche Löschhilfe beim Brand der Fa. Escher & Koch in Niederfüllbach.


1991

Es werden zwei Fertiggaragen angeschafft und auf dem Gelände der Kläranlage aufgestellt.


1992

Im Feuerwehrhaus wird ein Umbau fällig, ein Atemschutzpflegeraum ist notwendig. Der Schulungsraum und die Toiletten werden neu gestaltet. Neue Möbel, eine neue Beleuchtung und eine neue Theke werden gekauft.


1993

Von der SÜC wird ein VW Bus gekauft, er wird umgebaut und soll das alte Einsatzleitfahrzeug ersetzen. Die Installation der Funkgeräte übernahm die Gemeinde. Die restlichen Kosten lagen bei ca. 30.000 DM. Das alte Kopiergerät kann nicht mehr repariert werden, es wird ein neues Gerät vom Verein gekauft. Kosten ca. 9.000 DM.


1995
Mai: schwerer Verkehrsunfall bei Hohenstein. 1 Toter.
Juli: schwerer Verkehrsunfall, B 303 bei Schorkendorf. 2 Tote, 2 Verletzte.
November: Überörtliche Löschhilfe bei Brand Wohnhaus in Meschenbach (Gemeinde Untersiemau)


1996

Der Verein baut einen 2 Tonnen PKW Anhänger, er wird für Vereinsfahrten und im Einsatz benötigt.


1998

31. März: schwerer Verkehrsunfall auf der B 303. An dem Unfall waren zwei 40-Tonner LKW, ein Kleintransporter und ein 7,5 Tonner LKW beteiligt.
Der Fahrer des Kleinlaster starb.
19. Juni: Überörtliche Hilfe bei einem schweren Verkehrsunfall bei Obersiemau (Gemeinde Untersiemau). 3 PKW beteiligt. 3 Tote, 4 schwer Verletzte.

Im Juli 1998 wurde dem 1. Vorsitzenden Richard Haug das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold verliehen.
Anläßlich der 125 Jahrfeier unserer Ortsteilfeuerwehr Witzmannsberg übernahmen wir die Patenschaft ihrer neuen Fahne.

Im gleichen Jahr beteiligte sich der Verein zu einem Drittel an den Kosten der Einführung des neuen Schutzanzuges Bayern 2000. Festabend zum
75-jährigen Bestehen des Feuerwehrvereins und Vorstellung des neu beschafften Festzeltes. Ohne die Hilfe unserer Brauerei, mit der wir schon 28 Jahre sehr gut zusammen arbeiten, und der Unterstützung einiger Spender wäre dies nicht möglich gewesen. Hinzu kommen noch die vielen Stunden für den Bau von Boden, Himmel und der Einrichtung.


1999
Juli: Unwetterartige Regenfälle, mehrere Keller mußten ausgepumpt werden.
Die Wehr wird aufgrund der immer häufiger werdenden Überschwemmungen mit einem Wassersauger ausgerüstet. Des weiteren wird ein Hochleistungslüfter angeschafft.
Dezember: Überörtliche Löschhilfe beim Großbrand einer Lackiererei in Roth am Forst (Gemeinde Grub am Forst). 9 Feuerwehren im Einsatz. Sachschaden mehrere Millionen DM.
Bilder hier klicken


2000

Das Landesfeuerwehrkommando Steiermark zeichnete den Kommandanten Frank Haug für die internationale Zusammenarbeit und Anerkennung seiner vorbildlichen Arbeit mit der Verdienstmedaille aus.
Im September 2000 hatten wir Besuch von einer Gruppe aus Ecuador. Die Organisation, Geräte und Fahrzeuge wurden erklärt und vorgeführt.
Der Verein kauft von der Feuerwehr Rödental einen gebrauchten LKW. Seit seiner Renovierung dient er der Wehr zum Transport von Ausrüstung und Verpflegung.
Dezember: schwerer Verkehrsunfall bei Untersiemau. 1 schwer Verletzte.


2001

April: schwerer Verkehrsunfall auf der B4 bei Meschenbach (Gemeinde Untersiemau). 1 Toter.
August: Suchaktion nach einer vermissten Altenheimbewohnerin. Trotz des Einsatzes von 10 Feuerwehren, Polizeihubschrauber, THW und Rettungshunden blieb die Rentnerin vermisst.
Der Verein baut eine Lagerhalle auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage. In ihr wird der vereinseigene PKW-Anhänger und Vereinsmaterial gelagert.


2002

Die komplette Wehr wird mit Schutzhandschuhen (Jupiter 2) ausgerüstet.
November: schwerer Verkehrsunfall auf der B303. Beteiligt 2 PKW und ein 40 -Tonner Silozug. Eine eingeklemmte Person.
Siehe auch hier


2003

Der Verein beteiligt sich an den Kosten der Ausrüstung der gesamten Wehr mit der Überjacke Bayern 2000.
Das digitale Zeitalter hielt auch bei uns Einzug. Für den Verein und die aktive Mannschaft wurden eine digitale Kamera, ein Laptop und ein Beamer angeschafft.
Im Juli 2003 wurde unsere Internetseite www.feuerwehr-ahorn.de eingerichtet.
16. Juli: Grossbrand auf der Mülldeponie in Rödental. Siehe auch hier

21. Juli: schwerer Verkehrsunfall auf der B303. Beteiligt zwei 40-Tonner LKW und ein PKW. Ein LKW-Fahrer eingeklemmt. 3 Verletzte.


2004

1. Internationales Jugendzeltlager in der Partnergemeinde Irdning / Steiermark


2005

Nach 12-jähriger Dienstzeit wurde das Mehrzweckfahrzeug (Baujahr 1986) in diesem Jahr ausgemustert. Wir konnten durch geschicktes Verhandeln günstig einen Ersatzwagen beschaffen und für die Zwecke der Feuerwehr herrichten.

2006
Katastropheneinsatz im Bayerischen Wald. Siehe hier

1. Gemeinsamer Ehrungsabend der Feuerwehren der Gemeinde Ahorn


2007

Unsere alten Hebekissen wurden nach 18-jähriger Dienstzeit komplett ausgetauscht und durch neue ersetzt.


2008

Gründung einer Kindergruppe "Feuerflitzer" der Gemeinde Ahorn.
Der Rettungssatz der Feuerwehr Ahorn wurde nach 20- jähriger Dienstzeit, durch einen modernen Rettungssatz der Fa. Lukas ersetzt.


2009

Die Ausrüstung im Bereich technische Hilfeleistung wurde weiter erneuert und ergänzt.
Es wurden 15 Helmlampen angeschafft.
Mit der Paulaner Brauerei besteht eine 40-jährige geschäftliche Partnerschaft.


2011
Juni: Überörtliche Löschhilfe beim Großbrand in Sesslach. Siehe hier
Oktober: Überörtliche Löschhilfe beim Großbrand in Großheirath. 1 Toter. Siehe hier


2012
Mai: Überörtliche Löschhilfe beim Großbrand in der Altstadt in Coburg. Siehe hier
August: Flugzeugabsturz bei Niederfüllbach. 4 Tote. Siehe hier


2013

Durch den Gemeinderat wurde beschlossen das die Feuerwehr Ahorn ein neues Mehrzweckfahrzeug bekommt.
Der Auftrag wurde an die in Forchheim ansässige Firma Compoint vergeben.
Weiterhin soll das Feuerwehrhaus Ahorn eine neue Heizungsanlage und neue Tore bekommen.


2014

Ein zweiter Wassersauger wurde für die Feuerwehr Ahorn beschafft.
Ein dritter Wassersauger wurde noch bei der Feuerwehr im Ortsteil Schorkendorf stationiert.
Damit kann jetzt noch schneller und effektiver bei den immer häufiger auftretenden Unwetter für die Bevölkerung Hilfe geleistet werden.
Das neue Mehrzweckfahrzeug Ford Transit / Ausbau Fa. Compoint konnte in Dienst gestellt werden.












Eine Wärmebildkamera der Marke Flir wurde angeschafft.


2015
Im Feuerwehrhaus wurden eine neue Heizung, Fahrzeugtore und Fenster eingebaut.
Aufgrund eines technischen Defektes an unseren alten Hochleistungslüfter wurde Ersatz beschafft.

Im Jahr 2015 bestand die Freiwillige Feuerwehr Ahorn aus insgesamt 106 Mitglieder. Diese setzen sich zusammen aus 38 Aktive, 10 Jugendliche, 8 Feuerflitzer, 30 fördernde Mitglieder und 11 Passive und Ehrenmitglieder. Es wurden 21 Einsätze gefahren. 13 mal Technische Hilfeleistung, 3 mal Brandeinsätze, 1 mal Brandmeldeanlage, 3 mal Sicherheitswache und eine Großübung im Gemeindegebiet.


2016

März: Erster offizieller Antrag auf Ersatzbeschaffung für das 30 Jahre alte LF 16. Mit Verweis auf den in diesen Jahr zu erstellenden Bedarfsplan erstmal auf Eis gelegt.
Oktober: Das Feuerwehrhaus erstrahlt, nachdem es neue Fenster, Türen, Rolltore und einen neuen Anstrich bekommen hat, im neuen Glanz.



2017

Januar: Bei der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2016 fanden turnusgemäß Neuwahlen für die Führung der Feuerwehr statt. Der 1. Kommandant Frank Haug gab sein Amt nach 24 Jahren in jüngere Hände ab. Im folgte sein bisheriger Stellvertreter Timo Schulz. Als 2. Kommandant wurde Thomas Vetter gewählt. Als Vertauensleute wurden Kerstin Wachsmann und Torsten Eschrich gewählt.

Auch im Verein standen Neuwahlen an, hier gab es keine Veränderungen. 1. Vorstand Frank Haug, 2. Vorstand Arno Heusinger, Kassier Edwin Winterstein und Schriftführer Hubert Schmidt.
März: Durch eine Spende der Raiffeisen-Volksbank Lichtenfels-Itzgrund konnten wir einen mobilen Scheinwerfer mit Akku der Marke Peli Lights beschaffen. Siehe hier
April: Im Schulungsraum konnte ein neuer Monitor und PC, der für Schulungszwecke genutzt wird, installiert werden. In der Garage wurde auch ein Monitor installiert. Über diesen werden allgemeine Infos angezeigt und im Alarmfall Infos zum Alarm und zum Einsatzort.


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